Immer diese Umlaute! Ein Shell-Befehl bringt Abhilfe…

Irgendwie haben immer noch viele Betriebssysteme, Programme und co. Probleme mit Umlaute (ä – ü – ö). Schon ein bisschen merkwürdig. Und auch nervig!
Zum Beispiel nutze ich seit einiger Zeit Subsonic zum Streamen von Musik auf meine Endgeräte. Ist echt ein super System. Kann ich allen nur wärmstens empfehlen, die gerne auch unterwegs auf die heimische Musik-Bibliothek zugreifen wollen. Läuft unter allen gängigen Betriebssystemen und ist über Weboberfläche oder App auf dem Smartphone erreichbar.

Doch von Anfang an gabs Probleme mit den Umlauten. Keine Ahnung woran es lag. Bin da auch nicht der Einzige. Wenn man mal ein bisschen sucht, findet man viele mit dem selben Problem. Und immer gibts irgendwelche Lösungsvorschläge, die bei mir aber nicht funktionierten 🙁

Das Problem war, dass alle Musikstücke, die ein Umlaut (ä – ü -ö) im Datei (oder Ordner-)namen enthielten nicht von Subsonic erfasst werden konnten. D.h. er hat sie nicht in seinen Suchindex aufgenommen und somit konnte ich sie auch nicht abspielen. Hab wie erwähnt vieles ausprobiert. Leider ohne Erfolg. Auf Neuinstallation hatte ich keine Lust und auch keine Zeit… Umlaute in Metadaten waren dagegen kein Problem!

Jetzt habe ich einfach kurzerhand alle Datei- und Ordnernamen umgewandelt. Also z.B. aus Ä wurde Ae. Hatte keine Lust mich noch mehr damit auseinander zu setzen 😀
Da ich aber nicht meine Musiksammlung per Hand durch gehen und die Namen ändern wollte, habe ich mir für Linux einen kleinen einzeiligen Befehl zusammen gebastelt, der das für mich voll automatisch übernimmt:

$ find /PFAD/ZUR/ORDNER/ -depth -execdir rename 's/Ä/Ae/g;s/Ö/Oe/g;s/Ü/Ue/g;s/ä/ae/g;s/ö/oe/g;s/ü/ue/g;s/ß/ss/g;' "{}" \;

Wichtig zu Erwähnen ist noch, dass ihr den Pfad vorne angeben müsst und dass ihr natürlich damit vorsichtig umgehen solltet, da der Befehl keine Rückfragen stellt. Führt ihr ihn z.B. als root auf dem root-Verzeichnis aus, kann das bitter enden! Ich übernehm keine Haftung 😀

Falls ihr nur Dateien und keine Ordner umbenennen wollt müsste ihr den Befehl noch mit einem Suchmuster (-name „*.*“) ergänzen:

find /PFAD/ZUR/ORDNER/ -depth -name "*.*" -execdir rename 's/Ä/Ae/g;s/Ö/Oe/g;s/Ü/Ue/g;s/ä/ae/g;s/ö/oe/g;s/ü/ue/g;s/ß/ss/g;' "{}" \;

Zugegeben. Der Befehl ist jetzt nichts besonderes. Gibt mit Sicherheit effektivere Lösungen. Aber er funktioniert und ich wollte ihn hier verewigen, damit ich ihn später schneller wiederfinde 😀 Ich vergesse sowas immer schnell!
Und vielleicht gibts ja den ein oder anderen  da draußen, der genau vor dem selben Problem steht?!

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