Ein kleiner Testbericht zum Packard Bell iMedia I4682 GE

Zur Zeit habe ich ein kleines Stück Hardware auf meinem Schreibtisch stehen, über das ich hier nun auch ein paar Zeilen und Fotos los werden möchte. Es handelt sich dabei um ein PC-Komplettsystem von Packard Bell mit der Bezeichnung „iMedia I4682GE“.

Aber zu erst möchte ich gerne erläutern, warum dieses Gerät nun auf meinem Schreibtisch steht:

Vor ein paar Tagen hat mich ein befreundetes älteres (Ü-60-)Ehepaar angerufen und mich um Hilfe gebeten. „Sie hätten ein Problem mit ihrem PC und da ich ja irgendwas mit Computer mache, wäre es nett, wenn ich mal drüber schauen würde…“. Was ich natürlich sofort gemacht hab. 🙂
Meine Diagnose sah aber nicht sehr positiv aus. Der Rechner war knapp 10 Jahre alt und lief mit Windows XP. Er machte schon beim Boot-Vorgang fiepende Geräusche und naja… machte halt allgemein kein guten Eindruck mehr. Aber das eigentliche Problem war, dass XP nicht richtig startete. Jedes mal nach dem man sein Windows-Passwort eingegeben und bestätigt hat, erschien das Hintergrundbild und eine Fehlermeldung, dass der „EXPLORER.EXE“-Prozess nicht initialisiert werden konnte. Joa.. und nach dieser Meldung konnte man nichts mehr machen. Außer den PC „hart“ aus zu schalten.

In dieser Situation war für mich klar, dass es schneller geht, das System komplett neu aufzusetzen, als nach einer Lösung für diese Fehlermeldung zu suchen. Was ich dann auch den Beiden vorgeschlagen habe. Beide waren sich jedoch einig, dass es wohl nicht mehr lohnt. Sie wollten gerne ein neuen Rechner haben.

Also habe ich mich mit ihnen auf gemacht zu einem großen Elektrofachgeschäft (mit dem „großen Planeten“). Eigentlich mag ich ja solche Läden nicht so gerne… Warum? Hab bisher immer schlechte Erfahrungen gemacht, was Beratung und Preis/Leistung anging. Allerdings kamen andere Alternativen, wie z.B. Bestellung über Online-Händler oder Selbstbau, nicht in Frage, da das Pärchen schnell einen neuen PC benötigten und ich mir denke, dass wenn sie eine zentrale Anlaufstelle haben (das Geschäft vor Ort), es später bei Reklamationen oder Reparaturen weniger stressig für die beiden wird. Sie bringen einfach das Gerät zum Laden und fertig!

Die Auswahl in dem Laden war erstaunlich klein! Anscheinend gibt es wohl keine große Nachfrage mehr für Desktop-PCs :-/… Unverständlich!
Und die Anforderungen an das zukünftige Gerät waren eigentlich nicht groß. Das Ehepaar ruft regelmäßig ihre E-Mails ab, holen sich ein paar Infos oder informieren sich über das Weltgeschehen (surfen), ein bisschen Office und (ganz wichtig) Kabel-Fernsehen gucken. Spiele oder andere aufwendige Anwendungen werden gar nicht genutzt.

Aber wir hatten Glück ein Gerät konnte uns überzeugen: „Packard Bell iMedia I4682GE“

Leistungsmerkmale
Prozessor Intel Core i3-2100 (3,10 GHz)
Arbeitsspeicher 4 GB (DDR3-1333/PC3-10600
Festplatte 1 TB (5400 rpm)
Grafikkarte NVIDIA GeForce GT 520 (1 GB)
Betriebssystem Windows 7 Home Premium (64 Bit)
optisches Laufwerk DVD-Brenner
Preis 550 € (bei einem großen Elektrofachmarkt)
Erster Eindruck

Mein erster Eindruck ist durchaus positiv: Schickes Design (siehe Fotos), ordentliche Leistung (zu mindestens reicht es für die oben genannten Anforderungen) und auch einigermaßen leise. Momentan steht er hier neben mir auf dem Schreibtisch und ich hör nur den Lüfter ein wenig pusten. Manche Leute finden das vielleicht störend, aber ich persönlich finde es noch erträglich. Ansonsten hört man nichts.
Dennoch gibt es einiges, was mich schon ein wenig stört:

  • Zum Rechner gab es 4 DVD-Rohlinge dazu. Mir war schon klar, dass die für die Wiederherstellung gedacht sind, aber warum packt man denn leere DVDs darein? Der Hersteller hätte (meiner Meinung nach) doch selbst eben die Sachen auf die DVDs brennen können, oder? Darüber hinaus, steht nur in dem Benutzerhandbuch, welches sich auf dem PC befindet, dass man am besten nach dem ersten Start des Rechners Wiederherstellungs-DVDs erstellen sollte.
    Aber was ist mit Laien, die das Benutzerhandbuch nicht lesen (oder vielleicht gar nicht finden können)? Spätestens, wenn das Betriebssystem den Geist aufgibt, werden die verzweifeln und sich tierisch ärgern!
  • Leider war der PC nach dem ersten Start voll mit Programmen und Diensten, die (meiner Meinung nach) kein Mensch braucht. Testversionen von irgendwelchen Anti-Viren-Programmen oder Office-Suiten, Dienste vom Hersteller. Alles bremste das System beim Booten tierisch aus. Sowas muss nicht sein, wie ich finde!
  • Das Design sieht ja ganz schick aus (von weitem 🙂 ). Geht man jedoch ein bisschen näher ran sieht man schon nach wenigen Stunden, dass sich auf der Plastik-Klavierlack-Optik Fingerabdrücke, Fettflecken und Staub ansammeln (siehe Fotos). Ist natürlich nicht so schön…

Aber im Großen und Ganzen kann ich das Gerät wirklich empfehlen. Für 550 € ein sehr gutes Gerät, welches für den normalen Anwender (bisschen surfen, Office und TV gucken) ausreichen sollte!

Fotos

Packard Bell iMedia I4682GE (von vorne)

Packard Bell iMedia I4682GE (von vorne)

Packard Bell iMedia I4682GE (von oben)

Packard Bell iMedia I4682GE (von oben)

Packard Bell iMedia I4682GE (von hinten)

Packard Bell iMedia I4682GE (von hinten)

Packard Bell iMedia I4682GE (von innen)

Packard Bell iMedia I4682GE (von innen)

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